sämtliche Rechte: Eva Nimtschek für Fressnapf
Holly - Germany’s Next Top Griffon

Im Februar traf ich bei einem Spaziergang am Rhein die Fotografin Eva Nimtschek, der ich natürlich sofort auffiel.
Denn ich tat auch wirklich alles, um einen positiven Eindruck zu hinterlassen: Ich hörte überhaupt nicht mehr, rannte in den Rhein um meine Sportlichkeit zu beweisen und wälzte mich – nass wie ich war - in leckeren wohlriechenden Schafskötteln. Kurzum: ich sah aus wie ein Model und roch unglaublich gut! Ich weiß schließlich, wie man sich vortrefflich benimmt! Einen Monat später schrieb Eva eine Mail und lud mich ein, mein Können für eine Fressnapf-Kampagne unter Beweis zu stellen.
Doch dafür musste hart geackert werden und es ging direkt los: Holger, mein neuer Manager, setzte mir einen blauen Ball vor die Nase, auf den ich meine linke Pfote legen sollte. Sobald die Pfote auf dem Ball lag, gab es einen satten Löffel meines Lieblingsfutters (Lammragout, unwiderstehlich lecker). Schlau wie ich nun einmal bin, hatte ich alles ziemlich schnell begriffen, stellte mich aber blöd an, um weiter mit Leckerem voll gestopft zu werden. Nach einer Stunde konnte ich das Kunststück perfekt und auch noch heute lege ich sofort meine Pfote auf einen Ball, wenn ich ihn sehe. Vielleicht springt ja was für mich heraus …
Am Tag des Shootings ging es schon morgens sehr früh los … zu früh für mich. Denn schließlich dauert mein täglicher Schönheitsschlaf bis zum Mittag. Wir fuhren also, typisch Starmodel, mit dem Taxi zum Fotoshooting nach Düsseldorf-Hamm, wo Eva ihr Atelier hat. Damit ich meine Starqualitäten am Set zeigen konnte, machten mein Manager und ich vorher noch einen Kurzausflug ans Rheinufer, damit ich völlig gelöst und frei ans Werk gehen konnte.
Im Atelier wurden wir nur knapp begrüßt, dann sollte ich schon an die Reihe kommen. Auf einer großen, quadratischen Bühne in knalligem Grün sollte ich mich, umgeben von Scheinwerfern, von meiner besten Seite zeigen und meine Pfote auf den blauen Ball legen. Aber die Scheinwerfer waren hell, die Menschen mir unbekannt und das Studio ziemlich warm. Ich wurde etwas unsicher und nach einigen Probeaufnahmen wurde ich zu aufgeregt (und hungrig) und rannte durch Studio. Mein Manager fürchtete, das Siegerfoto würde in weite Ferne rücken und fragte zielstrebig nach einer Dose meines Lieblingsfutters. Nachdem also meine Gage geklärt war, warf ich sämtliche Zurückhaltung über Bord und warf mich zwischen zwei vollen Löffeln Lammragout in verschiedene Posen. Nach fünf Minuten hatten wir das Bild im Kasten und einige Wochen später erfuhren wir, dass ich tatsächlich gewonnen hatte. Wie gefällt euch das Foto?